Kinder und Jugendliche mit hoher Sensibilität

Hochsensible Kinder und Jugendliche

 

Hochsensible Kinder nehmen die Welt in jedem Augenblick intensiver wahr. Sie fühlen, sehen, hören, riechen und schmecken im Grunde wie andere Kinder auch, nur ist das erleben dieser Wahrnehmung viel tiefer und intensiver.

Was bedeutet, dass sie mehr Zeit benötigen um die Alltäglichen Dinge zu bewältigen. Da sie mit der geistigen und seelischen Verarbeitung der intensiven Wahrnehmung beschäftigt sind. Hochsensible Kinder brauchen immer wieder einen Ort an den sie sich zurückziehen können.

 

Man geht davon aus, dass die Anlage zur Hochsensibiliät ererbt ist.

 

Das jedoch der Umgang mit der hohen Sensibilität eine entscheidende Rolle im Leben des Kindes spielt.

 

Die hohe Sensibilität ist keine Krankheit und soll keine Diagnose sein, sondern ein Geschenk für ein intensives Leben mit großem innerem Reichtum.

Ein Kind mit hoher Sensibilität ist so verschieden im Temperament wie alle anderen Kinder auch. Es gibt schüchterne und ruhige, ängstliche und zurückhaltende, lustige, kluge, hochintelligente, kreative und sportliche.

 

Sie möchten oftmals Perfekt sein und interessiert sich auffällig früh für die großen Fragen des Lebens.

Hochsensible Kinder brauchen Eltern und Erzieher mit sehr viel Klarheit, die die Wahrnehmungen des hochsensiblen Kindes nicht in Frage stellen, die ihre Grenzen respektieren und ihnen Sicherheit geben, so dass sie an ihren Grenzen wachsen können.

 

Hochsensible Kinder sind ein Geschenk für ihre Eltern und für die Welt. Sie können einen wichtigen Beitrag dafür leisten, dass unsere Gesellschaft menschlicher wird.

Was sie brauchen ist Annahme, Rückhalt und Förderung, so dass sie sich entfalten können. Für ihre Eltern sind hochsensible Kinder ein ständiger Anstoß für die eigene Entwicklung. Und davon ist nicht nur ihre Rolle als Mutter oder Vater betroffen! 

 

Hochsensibilität wegtrainiert, nach dem Motto: "Jetzt reiß‘ dich doch mal zusammen!"

Durch dieses Motto aber, ist die Begabung fürs Leben verloren gegangen," heißt es in Sellins Buch "Wenn die Haut zu dünn ist". Das hochsensible Kind passt sich an und verliert dadurch die Wahrnehmung seines Körpers, seiner Grenzen und Bedürfnisse. Die Folgen sind unter anderem Überforderung und mangelndes Selbstvertrauen.

 

 

 

Fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind hochsensibel. Und wahrscheinlich, das zeigen Zwillingsstudien, haben sie diese Fähigkeit von ihren Eltern oder Großeltern geerbt. Ihre seelische und ihre körperliche Empfindsamkeit ist höher als bei anderen. In grauer Vorzeit waren sie diejenigen, die ihren Stamm schon frühzeitig vor Gefahr gewarnt haben. Heute wird aus der Gabe schnell ein Fluch.

 

Ruhe und feste Strukturen helfen Babys und Kleinkindern.

 

Hochsensible Babys registrieren alles und reagieren sich dann auf die einzige ihnen zur Verfügung stehende Art ab: Sie schreien. Besonders auffällig ist, dass sich diese Säuglinge keinesfalls einfach so ablegen lassen, dass sie Tag und Nacht intensive Nähe einfordern und schlecht schlafen. Vor allem dann, wenn der Tagesablauf nicht immer gleich strukturiert ist.

Aber auch bei den betroffenen Klein-und Kindergartenkindern erreicht man mit äußerer Ruhe die größte innere Ruhe. Das beginnt schon beim Kinderzimmer und der Wirkung von Farben und Mustern. Ratsam ist wenig Spielzeug an festen Plätzen, übersichtlich und geordnet, damit nach einem spielerischen Durcheinander die Ordnung schnell wieder hergestellt werden kann.

 

Freizeitstress vermeiden und TV-Konsum reduzieren.

 

Gerade der Eintritt in den Kindergarten ist für hochsensible Kinder nicht einfach. Viele reagieren mit Rückzug, andere mit Angriff, kennen oft das richtige Maß zwischen Nähe und Distanz noch nicht. Wenn es nicht möglich ist, eine Einrichtung zu wählen, in der die Reizüberflutung einigermaßen gering gehalten wird, dann müssen die Eltern dafür sorgen, dass die Überreizung auch wieder abgebaut werden kann.

Hinzu kommt der Rat, zu viele Unternehmungen in der Freizeit zu meiden, auf verpflichtende Kurse zu verzichten und von Frühförderung möglichst Abstand zu nehmen. Die Kinder sollten auch nicht zu viel fernsehen oder mit dem Handy spielen. Am besten ist es, die Überreizung mit spielerischer Bewegung in der Natur auszugleichen.

Ältere hochsensible Kinder sprechen auch sehr gut auf ostasiatische Sportarten an, weil hier nicht der Wettkampf im Mittelpunkt steht, sondern das Zentrieren der Energie. "Struktur in den Alltag bringen bedeutet gleichzeitig eine Absage an allzu viel Spontaneität", weiß Julie Leuze.

 

Wie Eltern ihr hochsensibles Kind unterstützen können

 

Hochsensible Kinder werden von anderen Kindern nicht selten zunächst einmal abgelehnt. Sie sind keine Gruppenmenschen, verbringen viel Zeit mit Beobachtung und suchen eher Eins-zu-Eins-Kontakte. Ist man sich über die Hochsensibilität des Kindes im Klaren, kann man es gezielt unterstützen. Spätestens beim Schuleintritt, den man bei hochsensiblen Kindern nicht zu früh wählen sollte, sind die Kinder gezwungen, sich dem System anzupassen. Dann brauchen sie umso mehr Verständnis zuhause. Ein langsamerer Lebensrhythmus, viele Ruhepausen und Rückzugsmöglichkeiten ermöglichen ein gutes Durchkommen.

 

Hochsensible Mädchen passen besser ins System

 

Trotz Elternzeit für Väter, den "Softies" der Achtzigerjahre und metrosexuellen Superstars: Nach wie vor schreiben wir Jungen andere Eigenschaften zu als Mädchen. Hochsensible Jungs fallen daher schnell aus dem gesellschaftlichen Raster. Viele Eltern stellen sich die bange Frage, wie der sensible Junge das Leben wohl meistern wird.

"Wenn sie gelernt haben, zu sich und zu ihrer Veranlagung zu stehen und gut damit umzugehen, dann müssen sie es nicht schwerer haben als Mädchen", meint Julie Leuze. Rolf Sellin hat aber auch andere Erfahrungen gemacht.

"Um mit anderen Jungen zu spielen und dazugehören zu dürfen, passen sich viele hochsensible Jungen den starken Typen an. Oft wird die ganze Sensibilität dafür eingesetzt, geduldet zu sein, um nicht zur Zielscheibe zu werden."

 

"Das ideale Opfer schwieriger Eltern"

 

Hochsensible Kinder können autoritäres Verhalten oder gar Demütigungen noch schwerer ertragen als andere. Bei ihnen kommt man am besten mit Humor und Fantasie weiter. Trotzdem sollte man Grenzen setzen. Gerade Eltern, die selbst hochsensibel sind, versuchen ihr Kind vor der Außenwelt zu bewahren, tun ihm damit aber keinen Gefallen. Genauso wenig wie Eltern, die die Hochsensibilität falsch deuten und ihrem Kind, das bereits sehr verständig wirkt, zu viel Verantwortung aufbürden.

Rolf Sellin fasst zusammen: "Hochsensible Kinder sind das ideale Opfer ihrer schwierigen Eltern." Problematisch wird es, wenn die Familie die Besonderheit gar nicht erkennt, nicht in der Lage ist, damit umzugehen oder noch schlimmer, wenn das "Anderssein" negativ bewertet wird und ein Anpassungsdruck erfolgt. 

 

Wenn die Seele sich wehrt, wird der Körper oft krank.

 

Hochsensibel zu sein, bedeutet nicht, dass man eine Störung hat oder gar krank ist. Aber man kann durch die Hochsensibilität krank werden und zwar dann, wenn sie nicht wahrgenommen wird. Steht das hochsensible Kind in einem dauernden Konflikt mit seiner Umgebung und fühlt es sich dadurch unverstanden, dann kann das psychosomatische Folgen haben. Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Anfälligkeit für Infekte, Allergien, später auch Suchtprobleme sind häufig.

 

Hochsensibilität mit Test erkennen

 

Hochsensibilität wird immer wieder in Zusammenhang gebracht mit Hochbegabung, aber auch mit Hyperaktivität. Hat man diese Vermutung bei seinem Kind, ist ein Vorabtest ratsam, wie er zum Beispiel in Rolf Sellins Buch angeboten wird. Den Test "Ist Ihr Kind hochsensibel" bilden wir mit freundlicher Genehmigung des Kösel-Verlages, auf dieser Seite ab.

Verstärkt sich dann der Verdacht, sollte man sich einen kompetenten Ansprechpartner suchen, um herauszufinden, ob das Kind wirklich hochsensibel ist und was es braucht, um sie als Potenzial und nicht als Belastung zu sehen. Das, was hochsensible Kinder brauchen, entspricht nicht immer den gängigen Normen und Ratschlägen aus Erziehungsratgebern. Hier ist mehr Feinfühligkeit für die Bedürfnisse des Kindes gefragt, aber es braucht auch eine ganze Menge Geduld. Und ein dickes Fell gegenüber der Kritik von Außenstehenden.

 

Ist mein Kind hochsensibel?

 

Lesen Sie einmal die folgenden Aussagen durch und überlegen Sie, welche Angaben auf Ihr Kind zutreffen:

  1. Mein Kind ist erschrickt leicht.
  2. Mein Kind ist sehr lärmempfindlich.
  3. Leise Spiele werden von meinem Kind bevorzugt.
  4. Sind andere unglücklich, merkt es mein Kind sehr schnell.
  5. Mein Kind versetzt sich in die Situation anderer sehr gut hinein und nimmt Rücksicht auf andere.
  6. Durch sanfte Belehrung erreiche ich bei meinem Kind mehr als durch harte Strafen.
  7. Mein Kind stellt tiefgründige Fragen, die nachdenklich stimmen.
  8. Mein Kind braucht längere Zeit, um sich auf neue Situationen einlassen zu können.
  9. Mein Kind denkt über mögliche Gefahren nach, bevor es ein Risiko eingeht.
  10. Mein Kind kommt schlecht mit Veränderungen (z.B. Umzüge, neue Schule, Lehrer) klar.
  11. Das Gefühlsleben meines Kindes ist sehr intensiv.
  12. Mein Kind ist perfektionistisch.
  13. Die beste Leistung erzielt mein Kind, wenn keine Fremden dabei sind.
  14. Mein Kind hat eine empfindliche Haut (stört sich z.B. an kratzenden Stoffen und Etiketten).
  15. Der Geruchs- und Geschmackssinn meines Kindes ist stark ausgeprägt.
  16. Nasse oder schmutzige Kleidung findet mein Kind sehr unangenehm.
  17. Die Schmerzempfindlichkeit meines Kindes ist hoch.
  18. Mein Kind kann mit Kritik schlecht umgehen. Sie erhöht seinen Selbstzweifel.
  19. Mein Kind hat eine ausgeprägte Intuition.
  20. Mein Kind kann nach einem aufregenden Tag schwer einschlafen.
  21. Mein Kind ist eher schüchtern und zurückhaltend, ist ein Einzelgänger.
  22. Mein Kind hat keine oder wenige Freunde.
  23. Mein Kind hat einen klugen Sinn für Humor und Witz.
  24. Mein Kind fühlt sich anders als gleichaltrige Kinder.
  25. Mein Kind reagiert auf Reizüberflutung mit Konzentrationsschwäche oder Rückzug.
  26. Mein Kind mag keine großen Überraschungen.
  27. Mein Kind neigt zu psychosomatischen Beschwerden wie Kopfweh, Bauchweh, Übelkeit, Entzündungen, besonders häufige Infekte.
  28. Mein Kind hat manchmal Zustände plötzlicher Schwäche, hat das Gefühl, gleich umzufallen, oder auch Konzentrationsschwäche, Heißhungerattacken.
  29. Mein Kind ist sehr mitfühlend mit anderen Wesen (Menschen, Tieren, Pflanzen).
  30. Mein Kind kommuniziert nonverbal mit mir, seinen Geschwistern oder Tieren.
  31. Mein Kind ist sehr kreativ.
  32. Mein Kind kann sich im Spiel völlig vergessen und ganz in seiner Welt aufgehen.
  33. Musik und Rhythmus spielten für mein Kind schon früh eine Rolle.
  34. Mein Kind gleicht Spannungen gern aus und versucht, für eine harmonische Atmosphäre zu sorgen.
  35. Mein Kind hat für sein Alter einen ungewöhnlichen gehobenen Wortschatz.

Sollten Sie weit über die Hälfte der Fragen mit „ja“ beantworten ist Ihr Kind wahrscheinlich hochsensibel. Kein psychologischer Test ist jedoch so genau, dass Sie Ihre Erziehung allein an diesem Ergebnis ausrichten können. Wenn Sie nur eine oder zwei Fragen der oben genannten Aussagen mit „ja“ beantworten können, dafür aber in extremem Maße, so ist es unter Umständen ebenfalls gerechtfertigt, Ihr Kind als hochsensibel zu bezeichnen.

Quelle: Elaine N. Aron

Bei hochsensiblen Kindern wird nicht selten auch von Hochbegabung gesprochen. Es besteht die Möglichkeit, dass auf Ihr Kind beides zutrifft.

Auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind können Sie sich darüber einen Überblick verschaffen.

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